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Heart Gap 

 

Das vom Innovationsfonds geförderte Versorgungsforschungsprojekt HeartGap wird von der figus GmbH, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Institut für Gender-Gesundheit e.V. im Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2024 umgesetzt. 

 

Die Fachdisziplin der Kardiologie stellt sich weltweit als Wegbereiter der geschlechterspezifischen Medizin heraus, da in dieser Fachdisziplin die größte Akzeptanz und Wissen besteht. Wie zahlreiche Studien bereits belegen, existieren insbesondere im Kontext der Herzerkrankungen unterschiedliche Prävalenzen, Symptomatiken, Krankheitsverläufe und -prognosen zwischen den Geschlechtern, die bereits in Leitlinien zur ärztlichen Versorgung integriert sind. Dennoch versterben Frauen nach einem Herzinfarkt im Vergleich zu Männern im Krankenhaus immer noch häufiger. 

 

Die Studie geht den Forschungsfragen nach: 

  • Welche Versorgungsdefizite gibt es in kardiologischen Fachabteilungen hinsichtlich der geschlechterspezifischen Versorgung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften und aus der Sicht der Patientinnen und Patienten (Gender Health Gaps)? 
  • Welche fördernden und hemmenden Faktoren gibt es bei der Umsetzung geschlechterspezifischer Versorgung? und 
  • Welche Maßnahmen können implementiert werden, damit geschlechterspezifische Versorgung in der Versorgungspraxis umgesetzt wird? 

Über ein Mixed-Methods Design sollen die aufgeführten Fragestellungen beantwortet und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Das Projektteam erstellt zunächst einen Literaturüberblick in Form eines Reviews. An ausgewählten Pilot-Krankenhäusern werden Fokusgruppen mit Ärztinnen, Ärzten und dem Gesundheits- und Krankenpflegepersonal durchgeführt. Parallel dazu finden Experten-/Expertinneninterviews mit Stakeholder/innen und Interessensvertreter/innen der Politik, Hochschulen, Krankenkassen, Kassenärzte/innen, Krankenhäusern, Patientengruppen und Wissenschaftler/innen statt. Im zweiten Schritt der empirischen Forschung sind Fragebogen-Befragungen mit Versorgenden und Patienten und Patientinnen über ein Roll-out geplant.

 

Das Projekt wurde im Juni 2025 erfolgreich abgeschlossen. Der Projektbericht wird im Jahresverlauf 2026 unter https://innovationsfonds.g-ba.de/ abrufbar sein.

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