eliPfad-Abschlussworkshop und Sommerfest: Intersektorale Versorgung im Fokus
Ziel von eliPfad ist es, die Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen zu verbessern und so die Versorgung multimorbider Patient:innen nach einem Krankenhausaufenthalt zu stärken. Durch eine enge Vernetzung der beteiligten Akteure sollen ungeplante Wiederaufnahmen ins Krankenhaus vermieden und die Kontinuität der Behandlung über die Sektorengrenzen hinweg gefördert werden.
Der Abschluss des Interventionszeitraums markiert bereits einen wichtigen Meilenstein. Die Auswertungen der formativen und summativen Evaluationen laufen derzeit. Besonders erfreulich ist, dass die angestrebte Rekrutierungszahl von 948 Patient:innen erfolgreich erreicht werden konnte. Eine Herausforderung stellte hingegen die Einbindung der Niedergelassenen in das Projekt dar: 23 Prozent der eingeschlossenen Interventionspatient:innen hatten einen teilnehmenden Haus- oder Facharzt. Dieses Ergebnis steht im Kontrast zu den ebenfalls im Workshop vorgestellten Befunden einer im Rahmen von eliPfad durchgeführten deutschlandweiten Befragung von Hausärzt:innen.
Die Erhebung erfolgte durch das Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln. Demnach wünschen sich 96 Prozent der 816 Befragten eine häufigere Kontaktaufnahme durch Klinikärzt:innen vor der Entlassung ihrer Patient:innen, um die weitere Behandlungsplanung besser abstimmen zu können. Darüber hinaus wurden Ergebnisse des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) aus qualitativen Interviews präsentiert, die mit unterschiedlichen Personengruppen im Projekt geführt wurden. Die Patient:innen beschrieben die enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten als besonders wertvoll und unterstützend. Gleichzeitig berichteten Ärzt:innen von Herausforderungen in der intersektoralen Zusammenarbeit, die sie unter anderem auf unterschiedliche Arbeitsabläufe und Kommunikationswege im ambulanten und stationären Bereich zurückführen.
Diese und weitere Erkenntnisse zur sektorenübergreifenden Versorgung wurden im Rahmen des Workshops intensiv diskutiert. Gemeinsam reflektierten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen aus dem Projekt und erarbeiteten zentrale „Lessons Learned“, die Impulse für zukünftige Versorgungsmodelle und Forschungsprojekte liefern können. Als wesentliche Erkenntnisse wurden der frühzeitige Aufbau von Beziehungen zu Niedergelassenen und eine kontinuierliche Kommunikation zwischen allen Beteiligten identifiziert. Darüber hinaus sollte die Entwicklung neuer Versorgungsansätze im Co-Design mit den späteren Anwender:innen erfolgen. Auch die frühzeitige Einbindung medizinischer Fachangestellter sowie die Integration von Technologien der Telematikinfrastruktur wurden als wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche intersektorale Zusammenarbeit hervorgehoben. Den Ausklang fand die Veranstaltung beim anschließenden Sommerfest, das Raum für persönlichen Austausch, Vernetzung und Gespräche abseits des Workshopprogramms bot.
Ein letztes Mal werden sich die Konsortialpartner:innen im kommenden Jahr treffen: Auf dem abschließenden Symposium sollen die finalen Projektergebnisse vorgestellt und Perspektiven für die Weiterentwicklung intersektoraler Versorgungsansätze aufgezeigt werden.
