eliPfad: Vorläufiges Fazit zum Projektende
Was hilft älteren Menschen, nach einem Klinikaufenthalt länger selbstständig zuhause zu leben? Das Innovationsfondsprojekt eliPfad hat sich mit dieser Frage beschäftigt. Hierbei wurden die teilnehmenden Patient:innen nach einem Klinikaufenthalt individuell, persönlich und mit digitalen Komponenten zur eigenständigen Vitalwerterhebung begleitet, bei gleichzeitig intensiviertem Austausch zwischen Ärzt:innen in der Klinik und Niedergelassenen. Die figus GmbH übernahm in eliPfad über die gesamte Laufzeit das Projektmanagement und organisierte darüber hinaus in Zusammenarbeit mit den Konsortialpartner:innen regelmäßige Projekttreffen und Symposien. Am 31. August 2026 wurde das Projekt offiziell abgeschlossen.
Während die Auswertung der erhobenen Daten noch läuft, gibt es erste Erkenntnisse für die Versorgung.
Patient:innen befürworten enge Begleitung
Die digitalen Komponenten haben im Projekt gut funktioniert. „Fallmanager:innen“ übernahmen die Schulung der Teilnehmenden im Umgang mit der Technik. Die Auswertung der Nutzerdaten der digitalen Messgeräte zeigt: Die Mehrheit der Teilnehmenden hat ihre Vitalwerte wie empfohlen täglich gemessen und übertragen. Die rege Nutzung bestätigt die Annahme, dass digitale Anwendungen auch von einer älteren Zielgruppe angenommen werden können. Aufgrund schneller technologischer Entwicklungen gibt es heute noch mehr benutzerfreundliche, smarte Lösungen als zum Projektstart im Jahr 2022. Interviews zeigen zudem, dass die Erfahrungen der Patient:innen mit eliPfad sehr positiv sind: Durch die Begleitung der Fallmanager:innen entstanden vertrauensvolle Beziehungen. Viele fühlten sich motiviert, ihre Gesundheit selbstwirksam in die Hand zu nehmen. Diese unmittelbare, persönliche Betreuung erwies sich als eine der größten Stärken des eliPfad-Ansatzes.
Herausforderungen
Eine Vernetzung über die Sektorengrenzen hinweg ist hingegen anspruchsvoll. Die Abläufe in Kliniken und Praxen unterscheiden sich. Wo der direkte und persönliche Kontakt möglich war, wurde die Zusammenarbeit als produktiv und wertvoll wahrgenommen. Auf Versorgungsseite erschwerten allerdings unterschiedliche technische Systeme und Nutzungswege die Umsetzung im Alltag, etwa bei der Erstellung des Bundeseinheitlichen Medikationsplans. Hier besteht die Hoffnung, dass der digitale Medikationsplan in der elektronischen Patientenakte einige dieser Herausforderungen lösen wird.
Die finalen Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres vorgestellt. Der Ergebnisbericht und der Evaluationsbericht werden anschließend auf der Seite des Innovationsausschusses veröffentlicht: https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/elipfad.507